Ruby Geschichte

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Geschichte von Ruby Tuesday e.V.

Gründung des Vereins 2008

Ruby Tuesday e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2008 in Berlin gegründet wurde. Die Gründer_innen waren inspiriert von den Girls Rock Camps aus den USA und Schweden. Sie wollten einen Ort für Empowerment von Mädchen im Musikbereich schaffen.

“Ruby Tuesday gibt es, weil wir uns wünschen, dass Mädchen in der Musik die Rollen spielen dürfen, die sie wollen: Songs schreiben, Instrumente spielen, Musikvideos produzieren, Konzerte organisieren, eigene Label gründen, DJanes sein, Platten produzieren und veröffentlichen. Das Rock-Camp will vor allem Dingen zum selbst aktiv werden motivieren, einen Raum schaffen für gegenseitigen Support und Solidarität, anstatt von Rivalität und Konkurrenz.”

– Zitat von Juliane Juergensohn und Andrzej_Anette Profus, Riot Grrrl Revisited Buch  S. 178, Juni 2011.

2009 bis 2012: vom ersten ‘Girls Rock Camp’ Deutschlands zum “Rock und Hip Hop Camp für Mädchen, Trans* und Inter* Jugendliche”

Im Sommer 2009 fand das erste „Ruby Tuesday Rock Camp für Mädchen“ im brandenburgischen Cottbus statt. Insgesamt gab es bis 2012 vier Musik-Camps in den Sommerferien für Menschen zwischen 11 und 17 Jahren. Die Camps wurden ehrenamtlich organisiert.

Seit dem ersten Camp haben sich viele Dinge verändert. Es gab viele Auseinandersetzungen und Kritik unter anderem in Bezug auf Weißsein, Rassismus, Klassismus und Ausschluss von Trans*/Inter* , die die Entwicklung des Vereins stark beeinflusst haben.

Ein Umzug von Cottbus nach Berlin erfolgte 2012 und war aus mehreren Gründen nötig: Es gab Kritik von People of Color, dass Cottbus kein sicherer Ort für People of Color ist. Außerdem ermöglichte der Umzug in andere Räume einen Zugang für Rollstuhlfahrer_innen und eine höhere Anzahl von Teilnehmenden.

Bei den Camps 2011 und 2012 wurden neben Rock- und Gitarrenmusik erstmals auch Hip-Hop- und Elektroelemente angeboten. 2011 sind das erste mal mehrere Trans*-Leute sichtbar im Team und an der Organisation beteiligt. Im Jahr darauf folgte unser erstes Camp, bei dem nicht nur Mädchen teilgenommen haben. Dieses Camp hieß „Ruby Tuesday Hip Hop und Rock Camp für Mädchen, Trans* und Inter*“.

Die Höhe des Teilnahmebeitrages hat sich seit dem erstem Camp geändert. Damals lag der Mindestbeitrag bei 150 Euro. 2012 gab es zum ersten Mal kostenfreie Plätze, damit Jugendliche teilnehmen konnten, die wenig oder keinen Zugang zu Geld haben.

Viele verschiedene Leute haben bei Ruby Tuesday ehrenamtlich gearbeitet. Egal wie lange Menschen dabei waren, haben sie wichtige Veränderungen angestoßen und wertvolle Ideen, Energie und Zeit eingebracht.

Ruby Tuesday hat über die Jahre viel Lob von den Teilnehmer_innen, deren Familien und Freund_innen bekommen. Viele Teilnehmer_innen haben gesagt, dass sie sich bei den Camps ernst genommen gefühlt haben und dass sie es wertvoll fanden, dass sie mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt standen.

Konzeptionelle Neu_Umorientierung

Nach dem Camp 2012 waren viele aus dem Verein durch unbezahlte, ehrenamtliche Tätigkeiten und ihre politischen Ansprüche an ihre Arbeit erschöpft. Dies, sowie die Auseinandersetzung mit der bisherigen Arbeit des Vereins haben dazu geführt, dass die Vereinsmitglieder sich konzeptionell neu orientierten. In dieser Zeit wurden unterschiedliche, anders ausgerichtete Projekte gemacht und ein neues Selbstverständnis entwickelt.

Es gab ein 3-tägiges Workshopwochende für Mädchen*, Trans* und Inter* von 12-27 Jahren in Berlin-Hellersdorf sowie Bandcoaching für junge Musiker_innen. Einige Menschen von Ruby Tuesday haben 2013 das Fete de la Ruby Festival sowie das Listen Up! Festival organisiert. Aus der konzeptionellen Neu_umorientierung hat sich ergeben, dass die Projekte altersmässig offener sind. Bei 3 von 4 der oben genannten Projekte wurden Organisator_innen und Künstler_innen für ihre Arbeit möglichst angemessen bezahlt.

Als Folge des Selbstverständnisprozesses konzipiert der Verein neue Projekte, die insbesondere von und für Menschen sind, die – unter anderem im Musikbereich – diskriminiert werden. Geplant sind Workshops, Festivals, Camps und andere Projekte mit verschiedensten Bündnispartner_innen. Langfristig möchte der Verein ein Institut in Berlin gründen.

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